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Fertilitätsstörungen beim Mann

24. Juni 2012 Keine Kommentare

Viele Paare leiden unter Kinderlosigkeit. Mehr und mehr Therapeuten behandeln in der heutigen Zeit kinderlose Frauen bzw. unterstützen eine künstliche Befruchtung mit Akupunktur und Chinesischen Arzneimitteln.

Übersehen oder auch verdrängt wird jedoch sehr oft, dass die Gründe von Kinderlosigkeit auch auf Seiten des Mannes liegen können. Entscheidend hierfür ist der Befund des sogenannten Spermiogrammes.

Beim Spermiogramm werden Konzentration, Aussehen und Beweglichkeit der Spermien im Ejakulat in einer mikroskopischen Untersuchung beurteilt. Laut Statistiken liegen die Ursachen zu je 40 % beim Mann oder bei der Frau. Bei rund 20 % sind sowohl Mann als auch die Frau betroffen.

Mögliche Ursachen von Spermienproblemen

Die Gründe für zu wenig, unbewegliche oder fehlgeformte Spermien sind sehr vielvältig, bleiben oft aber auch unklar. Ein großer Negativfaktor ist eine erhöhte Hodentemperatur, denn diese kann die Spermienproduktion behindern. Wodurch kann eine erhöhte Hodentemperatur hervorgerufen werden? Diese kann durch zu enge Kleidung, Varikozelen (gestaute Venen im Bereich des Hodens) oder aber einen Hodenhochstand erfolgen. Eine verminderte Durchblutung und eine erhöhte Temperatur haben eine Spermienschädigung zur Folge. Weiterhin können Infektionen wie Mumps, Geschlechtskrankheiten, hormonelle Störungen, Verletzungen und Operationen die Spermienproduktion und den Transport behindern.

Nicht zu unterschätzen sind auch der Lebensstil und Umweltfaktoren. Alkohol- und Drogenmissbrauch, Rauchen und erhöhter Fettkonsum wirken sich äußerst negativ auf Spermienzahl, -aussehen und -beweglichkeit aus. Bestimmte Medikamente können die Spermienproduktion ebenfalls schädigen. Die Auswirkung von Umweltfaktoren ist meist noch unklar. Es wird jedoch vermutet, dass Stoffe wie Schwermetalle, Weichmacher und Ozon einen unerheblichen Schaden auf die Spermienproduktion ausüben.

Wie kann Chinesische Medizin helfen?

Die Therapiemöglichkeiten bei Mänenrn mit Zeugungsunfähigkeit im Rahmen der Schulmedizin sind leider immer noch relativ beschränkt. Chinesische Medizin kann als Behandlungsmöglichkeit eine wertvolle Alternative bzw. Ergänzung bieten. Sie kann die Spermienzahl, Spermienmorphologie (Aussehen) und die Spermienmotilität (Beweglichkeit) verbessern.

Die Chinesische Medizin behandelt grundsätzlich Muster und nicht Krankheiten nach Westlicher Medizin. Das bedeutet, dass es im Rahmen der Chinesische Medizin mehrere Behandlungsmöglichkeiten für ein und diesselbe Krankheit gibt. Macht man sich diese sogenannte „Muster- bzw. Syndrombehandlung“ zunutze, dann wird hier ein breites Spektrum an individuellen Behandlungsmöglichkeiten geboten. Den größten Teil nimmt die Chinesesiche Kräutertherapie ein. Zahlreiche Rezepturen basieren auf langjährigen Erfahrungen von Spezialisten auf dem Gebiet der Unfruchtbarkeitsbehandlung. Aber auch die Akupunktur bietet bei männlicher Fertilitätsstörung Unterstützung an. Die Chinesesiche Kräutertherapie und Akupunktur bilden zusammen ein spezifisches auf die jeweilige Situation des Einzelnen abgestimmtes Behandlungskonzept, wobei das Spermiogramm zum Kontrollverlauf eine zentrale Rolle spielt.

Dieser Artikel ist ein Beitrag von Sabine Schmitz, Heilpraktikerin und TCM-Therapeutin in Köln.

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